Jackenstricknadeln

Aufbewahrung von Jackenstricknadeln in einer KartonrolleBei Jackenstricknadeln handelt sich um ein langes Stricknadel-Paar, also zwei Stricknadeln. Vorne ist die Nadelspitze, am Ende verhindert ein Knopf, eine Kugel oder ein anderes grösseres Abschlussteil, dass die Maschen von der Stricknadel gleiten. Jackenstricknadeln gibt es in verschiedenen Materialien, Stärken und Längen. Sie sind geeignet für flache Strickstücke wie Jacken, Pullover und Accessoires. Mit Jackenstricknadeln strickt man hin und her, Vorderseite – Rückseite.

Während die normalen Jackenstricknadeln auf der gesamten Länge gleich dick sind, gibt es auch noch Schnellstricknadeln, die sich dem Ende zu verjüngen, also zum Knopf hin dünner werden. So passen mehr Maschen auf die Nadel und sie gleiten auch besser.

 

Jackenstricknadeln verwendet man für grössere Teile, die mit der Zeit immer schwerer werden. Achte darauf, dass das Strickstück wenn möglich in Deinem Schoss liegt. Passe gegebenenfalls die Sitzposition an. Die Handgelenke sind dann besser entlastet.

Bei dünneren Jackenstricknadeln für grosse Strickarbeiten empfehle ich Metallstricknadeln zu nehmen, da diese stabiler sind als Stricknadeln aus Kunststoff, die sich eher durchbiegen. Das ist sehr unangenehm.

* am 2.02.2016 um 12:00 Uhr aktualisiert

Jackenstricknadeln aufbewahren

Vor ca. 70 Jahren bestrich meine Mutter eine Kartonröhre mit Leim und umwickelte sie mit eingefärbter Schnur. Oben und unten verschliesst ein Plastikdeckel. Das war’s. Die Röhre hält noch immer. Manchmal bekommt man zusammen mit den Nadeln auch praktische Halter. Es gibt natürlich noch andere Aufbewahrungsarten wie Boxen, Schachteln oder Etuis. Mit geschickten Fingern kann man das eine oder andere Teil auch selber basteln oder nähen.

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Verbogene Jackenstricknadeln

Offenbar stricke ich nicht sehr entspannt. Ich verbiege alle Nadeln.

Flexible Jackenstricknadeln

Chaos mit flexiblen StricknadelnFlexible Stricknadeln sind ähnlich den Jackenstricknadeln. Sie bestehen aus zwei kürzeren Stricknadeln, den sogenannten Spitzen, die etwas breiter sind als die Hand und einem Kunststoffseil, das an einem Ende befestigt ist. Das Seilende ist mit einem Knopf gesichert, damit die Maschen nicht heraus rutschen. Flexible Stricknadeln gibt es in allen Nadelstärken.

KnitPro bietet zum Beispiel verschieden lange Seile an, die von Hand gewechselt werden können. Mitgeliefert werden auch Stopper. Ein Seilende wird mit der Nadel verbunden, ans andere Ende kommt ein Stopper. Bei diesen Stricknadel-Systemen lässt sich anstelle des Stoppers eine Nadelspitze montieren und schon hat man eine Rundstricknadel.

Sie eignen sich besonders gut für grosse und schwere, flache Strickstücke. Die abgestrickten Partien liegen im Schoss, die Handgelenke sind entlastet. Die Nadeln sind leicht. Das Seil wiegt praktisch nichts und die Nadelspitzen sind ebenfalls leichter als starre Jackenstricknadeln.

Jackenstricknadeln oder Rundstricknadeln

Diese Frage muss jeder für sich beantworten. Ich erbte von meiner Mutter viele Jackenstricknadeln. Ist ja klar, dass ich die niemals wegwerfen kann. Mit den dickeren stricke ich sogar noch gerne, wenn das Strickteil nicht zu gross und schwer wird. Aber sonst würde ich schon sagen, dass Jackenstricknadeln ausgedient haben. Mit einem Rundstricknadelset hat man automatisch auch Jackenstricknadeln, wenn man jede der beiden Nadeln mit einem Seil verbindet und die Endstücke ans Seil schraubt. Kaufen würde ich mir keine Jackenstricknadeln mehr. Ich bin ein Fan von Sets mit auswechselbaren Nadelspitzen. In einigen Ländern wird eine der beiden Nadeln under den Arm geklemmt. Das sieht total unpraktisch aus. Trotzdem werden Strickerinnen, die diese Technik beherrschen, nicht so schnell auf Rundstricknadeln umstellen.

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